Geruch im Fertighaus

Als das alte Fertighaus gebaut wurde, erforderten gesetzliche Auflagen und der Stand der Technik eine Imprägnierung der tragenden Holzbauteile mit Mitteln und Inhaltsstoffen, deren Verwendung heute größtenteils verboten ist. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die teilweise bei älteren Fertighäusern auftretenden Geruchsprobleme von den eingesetzten Holzschutzmitteln als Bestandteil der Imprägnierung der Außenwand-Holzkonstruktion herrühren.

Durch eine chemische Reaktion der Imprägnierung mit dem in der Wand vorhandenen Formaldehyd entstehen unter Einwirkung von hoher Luftfeuchte Chloranisole. Diese Chloranisole sind zwar gesundheitlich unbedenklich, verbreiten jedoch bereits bei relativ geringen Konzentrationen einen muffigen Geruch im Raum.

Die zu den Anfängen der Entwicklung des Fertighauses bis hin zu den späten 70er Jahren eingesetzten Materialen und Werkstoffe waren nach den jeweils gültigen Vorschriften der Baubehörden gefertigt.

Die Ursache:

Nach bisherigem Kenntnisstand sind ausschließlich Fertighäuser der Baujahre bis ca. 1982/1983 betroffen. Entscheidend ist das Vorhandensein von Holzschutzmitteln, die als Wirkstoff Pentachlorphenol (PCP) enthalten. Die betreffenden Holzschutzmittel weisen u.a. Tetrachlorphenole(TeCP) und Trichlorphenole (TCP) als Verunreinigung auf, welche sich unter bestimmten Umgebungsbedingungen über eine chemische Reaktion zu Tetrachloranisol (TeCA) und Trichloranisol (TCA) ausbilden können. Sowohl TeCA als auch TCA führen bereits bei sehr niedrigen Konzentrationen zu einer intensiven Geruchsbildung.

Nach heutigen Erkenntnissen, die sowohl auf langjährigen Erfahrungen in der praktischen Sanierung, als auch wissenschaftlichen Untersuchungen aufbauen, entstehen die Chloranisole aus einer mikrobiellen Aktivität der genannten Verunreinigungen. Die Experten sind sich einig, dass Formaldehyd und Feuchte als maßgebliche Reaktionsinitiatoren bzw. –beschleuniger anzusehen sind.

Insbesondere Feuchte scheint  die Geruchsbildung stark zu fördern. Die Erfahrungen zeigen folgerichtig, dass bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich Außenbauteile  - vor allem Außenwände – von einer Geruchsbildung befallen werden. Da Innenbauteile, wie Innenwände, Innendecken und Fußböden im Regelfall nur eine geringfügige Feuchteausbildung im Bauteil selbst aufweisen, tritt eine Geruchsbildung dort nur in seltenen Fällen auf.

Der Geruch wird als intensiv moderig-muffig beschrieben. Die Geruchsbildung erfolgt im Regelfall über eine Vielzahl von Jahren und wird meist nach 20-30 Jahren, bei Erreichen einer individuell wahrnehmbaren Geruchsschwelle registriert.

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